Logo FRANKFURT.de

08.11.2018

Kunst kennt keine Grenzen

Mine Kaplangi, türkische Jungkuratorin, © Mine Kaplangi
Dieses Bild vergrößern.

Türkische Jungkuratorin Mine Kaplangi für drei Monate in Frankfurt

(ffm) Im Sommer 2018 wurde im Rahmen des Artist-In-Residence Programms AIR_Frankfurt zum ersten Mal ein internationales Stipendium für Kuratorinnen und Kuratoren von der Produktions- und Ausstellungsplattform basis in Kooperation mit dem Kulturamt Frankfurt ausgeschrieben. „Frankfurt ist eine internationale Drehscheibe und gerade der Kulturbereich braucht fließende Grenzen, denn er lebt von einem ständigen Austausch. Damit Ideen und Produktionen nicht nur von Frankfurt aus um die Welt reisen, sondern auch in unserer Stadt Station machen, liegen mir länderübergreifende Kunstprojekte wie AIR_Frankfurt besonders am Herzen“, sagt Kulturdezernentin Ina Hartwig.

Felix Ruhöfer, künstlerischer Leiter der basis und Programmdirektor von AIR_Frankfurt, ergänzt: „Ich freue mich sehr, mit Mine Kaplangi eine junge, international gut vernetzte Kuratorin als erste Teilnehmerin des AIR_Frankfurt Curator in Residence Programms begrüßen zu dürfen. Mit der Erweiterung des AIR Programms wird es möglich, den Austausch zwischen Künstlerinnen und Künstlern aus Frankfurt und einer jungen Generation von Kuratorinnen und Kuratoren zu intensivieren. Die Produktion von Kunst wurzelt immer in einer lokalen Verortung und kann davon ausgehend nachhaltig international sichtbar werden. Dieses Ziel verfolgt basis mit der Erweiterung des AIR-Programms und weiteren Förderinstrumenten, die der Verein anbietet.“

Aus über 50 Bewerbungen aus aller Welt wählte die Frankfurter Fachjury, bestehend aus Jessica Beebone, Kulturamt Stadt Frankfurt, Stefanie Boettcher, Kunsthalle Mainz, und Stefanie Humbert, Sammlung Helaba, die türkische Jungkuratorin Mine Kaplangi aus. Ihre kuratorische Praxis, basierend auf einer engen und prozesshaften Zusammenarbeit mit Künstlern, überzeugte das Auswahlkomitee. Drei Monate, von Ende Oktober bis Ende Dezember, wird Mine Kaplangi jetzt in der Mainmetropole verbringen, um die Frankfurter Kunstszene kennenzulernen und gleichzeitig die basis-Sommerschau 2019 vorzubereiten.

„Ich freue mich darauf, die Dynamiken der Frankfurter Kunstszene zu erforschen sowie deren Verbindungen zu ansässigen Bibliotheken, Verlagen und Lesegruppen. Meine Idee ist es, durch die Zusammenarbeit mit Kunstschaffenden, lokalen Kollektiven und Lesezirkeln einen alternativen Ausstellungsraum zu schaffen, der zum öffentlichen Ort für Lesungen, Diskussionen und Begegnungen werden kann”, sagt Mine Kaplangi.

Biographie

Mine Kaplangi, geboren 1987, ist Mitbegründerin des Kuratorenkollektivs Collective Çukurcuma in der Türkei und seit 2014 als Kuratorin für den BLOK Art Space für zeitgenössische Kunst in Istanbul tätig. Zuletzt wurde sie für die digitale Online-Ausstellung „Museum without Walls“ des British Council als Kuratorin ernannt, die im Januar 2019 eröffnen wird. Ihr Studium absolvierte Kaplangi in Istanbul (B.A. in Philosophie) und Bologna (M.A. in ‘Philosophy of Arts & Aesthetics’). Als Autorin schreibt sie außerdem regelmäßig für Milliyet Sanat (İstanbul), Artunlimited (Istanbul) and Artfridge (Berlin). Mine Kaplangi hat zahlreiche Ausstellungen kuratiert und Programme initiiert, unter anderem: House of Wisdom (Bonington Gallery Vitrines and Atrium at Nottingham Trent University's School of Art & Design, Bromley House Library, Five Leaves Bookshop and Primary Nottingham) 2018; das öffentliche Begleitprogramm der 15. Istanbul Biennale 2017; Framer Framed, Amsterdam, 2017; Asymmetric Kin (Coop Gallery, Nashville) 2016; und Detail (BLOK art space), 2016.

Weitere Informationen unter http://basis-frankfurt.de/de/airfrankfurt