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28.12.2017

Räume für Kreative in Seckbach und ein grüneres Bahnhofsviertel

Planungsdezernent Josef bewilligt zahlreiche Förderanträg

(kus) Planungsdezernent Mike Josef hat 20 Förderanträge für den Umbau leerstehender Räume für Kreative über insgesamt 272.554 Euro bewilligt sowie Mittel für eine Hofbegrünung im Bahnhofsviertel in Höhe von rund 6000 Euro freigegeben. Es handelt sich beim Leerstandsprogramm vor allem um Kunstateliers, aber auch um Musikstudios, Architekturbüros und verschiedene Kulissenbau-, Design- und Bildhauerwerkstätten, deren Modernisierung und Instandsetzung gefördert wird. Die Räume sind zwischen 36 und 120 Quadratmeter groß und befinden sich alle in ehemals gewerblich genutzten Hallen an der Gwinnerstraße.

„Diese Räumlichkeiten im Gewerbegebiet Seckbach werden durch unsere städtischen Fördergelder überhaupt erst vernünftig nutzbar gemacht“, sagt Stadtrat Josef. „So erhöhen wir das Angebot attraktiver Arbeitsräume für Künstler und Kreative, geben ihnen hier in Frankfurt eine Berufsperspektive und lassen sie nicht in andere Städte abwandern. Zugleich bauen wir gewerblichen Leerstand ab.“

Bislang wurden im „Frankfurter Programm zur Förderung des Umbaus leerstehender Räume für Kreative“ seit 2011 mehr als 2,3 Millionen Euro bewilligt. Die förderfähigen Gesamtkosten betragen 150 Euro pro Quadratmeter, förderfähig sind Mietflächen von maximal 120 Quadratmetern. Die Räume müssen für mindestens fünf Jahre für den vorgesehenen Zweck zur Verfügung stehen. Die Leerstandsagentur RADAR vermittelt im Auftrag des Stadt Frankfurt als Bindeglied zwischen den Kreativen und Eigentümern Räume.

Das zentrale Vermittlungsinstrument ist der Internetauftritt von RADAR. Hier werden die angebotenen Objekte und weitergehende Informationen für Kreative und für Gebäudeeigentümer aufgeführt. Informationen zum Förderprogramm findet sich auf der Website des Stadtplanungsamtes.

Bahnhofsviertel, © Oskar Mahler
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Mit rund 6066 Euro wird zudem eine Hofbegrünung in der Taunusstraße im Frankfurter Bahnhofsviertel unterstützt. Es handelt sich dabei um eine Fläche von knapp 48 Quadratmetern. „Das ist ein weiterer Beitrag zur Verbesserung der knappen Freiflächen in dem dicht bebauten Quartier“, sagt Josef. „Die Schaffung von grünen Rückzugsräumen trägt zu mikroklimatischen Verbesserungen bei und macht die vorhandenen Freiflächen im Bahnhofsviertel attraktiver.“

Das Begrünungsprogramm wurde im Rahmen des Bund-Länder-Programms „Stadtumbau in Hessen – Bahnhofsviertel Frankfurt am Main“ ins Leben gerufen. Die Richtlinien für die Vergabe von Zuschüssen wurden im Februar 2013 vom Magistrat beschlossen. Der mögliche Zuschuss beträgt bis zu 85 Prozent der förderungsfähigen Kosten von 150 Euro pro Quadratmeter gestalteter Hoffläche, maximal 20.000 Euro pro Projekt und Liegenschaft. Neben der Begrünung freier Flächen können auch begrünte Fassaden und Dächer niedriger Hofgebäude sowie Pflanzkübel finanziell unterstützt werden, wenn damit der Wohn- und Freizeitwert merklich und nachhaltig verbessert wird.

Weitere Informationen zur geförderten Hofbegrünung finden sich ebenfalls auf der Website des Stadtplanungsamtes.